re:publica 2010
Eine neue Kategorie für dieses Blog ist fällig geworden. Sie nennt sich “Mensch-Mensch-Interaktion” und wird in Zukunft Berichte über solche Zusammenkünfte wie BarCamps oder Konferenzen und Unkonferenzen beherbergen. So wie dieser Beitrag über die re:publica 2010 in Berlin vor gut einer Woche.
Sicher, man muss nicht da gewesen sein bei der re:publica. Wer sich aber dennoch dafür entschieden hat, konnte hier ein Menge lernen. Die unterschiedlichsten Sichten auf das Social Web und die Gesellschaft im Ganzen waren vertreten – allesamt von Menschen, die sich darauf eingelassen haben und sich nun fragen, wohin die Reise geht, welche Erfahrungen und Werte winken und welche Stolpersteine und Gefahren am Wegesrand lauern.
Hervorzuheben waren aus meiner Sicht sicherlich die Keynotes des ersten Tages. Da war Peter Glaser, der mit seinem feinsinnigen Vortrag (Text hier) – der erste der gesamten Veranstaltung – vielleicht zu einer anderen Zeit besser aufgehoben gewesen wäre.
Auch Jeff Jarvis, dessen Sauna-Metapher meines Erachtens massiv überbewertet wurde, während sein Respekt für die Diskussion der Privatsphäre in Deutschland deutlich zu kurz kam, wusste nicht nur durch seine unterhaltsame Art der Präsentation zu überzeugen.
Für alle, die (wie ich) Peter Kruse vorher nicht kannten, war dessen furioser Vortrag über die Debatte pro und contra Internet sowie einige Systemtheoretische Hintergründe sicherlich überraschend. Für mich die beste Keynote der re:publica 2010.
Die re:publica besteht nicht nur aus Keynotes. Ein weiterer Bestandteil waren Panels wie das mit Mark Glaser, der Fragen zum “Schlachtfeld” der Medienlandschaft in den USA beantwortete. Oder auch die Präsentation des norwegischen Social Network origo.no, das dort erfolgreich Lokalzeitungen mit User Generated Content versorgt, oder die Diskussion zum Thema Social TV, angestoßen und moderiert durch Benedikt von Walter und Yousef Hammoudah von MTV Networks.
Aber wie schon beim BarCampRuhr 3 waren es die persönlichen Gespräche am Rande der Keynotes und Sessions und die verquatschten Abende / Nächte, die auch die re:publica 2010 zu einer besonderen Veranstaltung machten.
Zum Schluss also ein “Danke” an alle Vortragenden, Gesprächspartner und an die Organisatoren, die einen tollen Rahmen für all das geschaffen haben.
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